Print ist hip

Digital Natives, Generation Facebook – die große Unbekannte. Sie stehen im Ruf, mit den herkömmlichen Medien wie Zeitung und Buch nichts mehr anfangen zu können und sich auf online-Medien zu fixieren. Doch oft ist genau das Gegenteil der Fall: Studien von Defacto Research oder IPSOS zeigen, dass auch Digital Natives wahre Fans von Print sein können.

Zum einen liegt das daran, dass Printwerke den Ruf einer höheren Glaubwürdigkeit und somit auch den eines besseren Informationsgehalts haben. Print gilt auch heute immer noch als seriöser und zuverlässiger. Verständlich, denn für Print wird sich, gerade im Bereich der Nachrichten, mehr Mühe gegeben, als für Online-Veröffentlichungen. In der schnelllebigen Online-Welt ist oft keine Zeit, den Text auszudrucken und gegenzulesen. Da schleichen sich dann schnell Fehler ein. Im Print-Bereich dagegen ist mehr Zeit für Recherche und Korrekturen.

Digital natives interessieren sich immer mehr für Gedrucktes

Der zweite Grund, warum Print durchaus noch zeitgemäß ist, ist die Handhabung. Neben einer angenehmen Haptik und einer einfachen „Bedienung“ – mal abgesehen von Zeitungen im Broadsheet-Format – sind Printwerke augenfreundlich und bequem zu lesen. In der Umfrage von IPSOS gaben 94 % der Digital Natives an, das Lesen auf Papier als angenehmer zu empfinden, als das auf einem Bildschirm. Das gilt nicht nur für Bücher im Vergleich zu E-Books, sondern auch bei Direktmailings – der Kunde hat gerne etwas in der Hand.

Außerdem ist hier die intermediäre Wirkung von Print größer als bei einer Werbe-E-Mail, die heute meist als störend empfunden wird. So zeigte Defacto, dass 58 % der Empfänger eines Printmailings nach dem Erhalt tatsächlich das Geschäft aufsuchten und 43 % davon dort auch etwas kauften. Zudem besuchten ganze 65 % den Online-Shop des Absenders. Im E-Mail-Bereich können nicht so hohe Zahlen erreicht werden.

Das heißt jedoch nicht, dass die Idee der Werbe-E-Mail komplett über Bord geworfen werden sollte, stattdessen kann beides sinnvoll verknüpft werden, um beim potenziellen Kunden das Produkt wieder in Erinnerung zu rufen.

Doch handelt es sich hier nur um ein letztes Aufbäumen vor dem kompletten Aussterben der Printmedien? Um einen kurzlebigen Trend? Print ist ja so schön oldschool ...

Wir denken, nein: Denn Hirnforscher fanden heraus, dass uns Gedrucktes besser im Gedächtnis bleibt. Zudem werden besonders wichtige Dokumente meist in gedruckter Form aufbewahrt. Werbung in Zeitungen oder als Mailing wird oft als nicht so aufdringlich empfunden, wie im Internet. Gerade im Bereich der Werbung sollte Print also, unserer Meinung nach, weiterverfolgt werden. Denn wie sagte schon Riepl? Wenn sich ein Medium einmal durchgesetzt hat, wird es nie ganz von einem neuen verdrängt werden. Es findet immer seine Nische.

Gehen wir es
gemeinsam an.

acpress
Gesellschaft für Marketing, Kommunikation und Event mbH
Gründung 1979 | Geschäftsführung: Christian Schwinn
Provinzialstraße 26 | 66787 Wadgassen
Postfach 108 | 66781 Wadgassen

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